Matías Valenzuela, Akademiker an der Fakultät für Bau- und Transportwesen der PUCV, bezeichnete seine Wahl zum Vizepräsidenten der Iabse als "ein Privileg und eine Ehre". Dieses Amt wurde ihm verliehen, nachdem er von 43 der 83 Länder, die an der 89. Iabse-Versammlung am 25. Oktober dieses Jahres teilnahmen, bestätigt wurde.
Die Iabse, eine internationale Organisation mit 90-jährigem Bestehen, vereint fast hundert nationale Gruppen, die sich mit Hochbau und Brückenbau befassen. Valenzuela hebt hervor, dass es spannend ist, von aktiven und verantwortungsbewussten Mitgliedern der Versammlung unterstützt zu werden, da er Professor an der PUCV und Berater im Ministerium für öffentliche Arbeiten ist.
Jeder Kandidat stellte nicht nur seinen Hintergrund, sondern auch seine Ziele für die Partnerschaft und seinen Beitrag vor. Eine Online-Abstimmung mit sofortigen Ergebnissen entschied über die Wahl. Valenzuela unterstreicht die Bedeutung dieser Bestätigung, nicht nur auf professioneller Ebene, sondern auch, um Chile als eines von nur zwei lateinamerikanischen Ländern im Vorstand sichtbar zu machen.
ANGEBOT
Die Beteiligung von Valenzuela an der Iabse eröffnet Möglichkeiten, die Universität im Ausland zu positionieren. Die Vereinigung mit engen Beziehungen im beruflichen, wissenschaftlichen und akademischen Bereich ermöglicht eine institutionelle Positionierung in Themenbereichen wie Forensik, Instrumentierung, Überwachung, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
Aus akademischer Sicht bietet der Verband Fachleuten und Professoren die Möglichkeit, enge Kontakte zu knüpfen, um verschiedene Themen im Zusammenhang mit dem Bauwesen zu behandeln. Valenzuela hebt die positiven Auswirkungen auf Bachelor- und Masterarbeiten hervor, die sich aus der Möglichkeit ergeben, mit Fachleuten aus anderen Ländern zusammenzuarbeiten und zu forschen.
Die Pandemie hat den kooperativen Geist des Iabse mit der Gründung von 111 lateinamerikanischen Regionalgruppen unter Beweis gestellt. Valenzuela erwähnte die Erfahrungen der Zusammenarbeit bei Erdbebenisolierungskursen in Guatemala und die Teilnahme mexikanischer Kollegen an Sitzungen über Erdbebensicherheit.
In diesem Zusammenhang betont der PUCV-Akademiker, dass diese Einrichtungen den Studenten nicht nur die Möglichkeit geben, Aktionen zu entwickeln, sondern auch internationale Verbindungen herzustellen.
Herausforderungen
Als Vizepräsident der International Association for Bridge and Structural Engineering versucht Valenzuela, relevante Themen für Entwicklungsländer zu positionieren. Er weist auf die Organisation eines großen Kongresses in Costa Rica im nächsten Jahr hin, bei dem Aspekte wie seismische Bedingungen, Kreislaufwirtschaft, Effizienz bei Low-Budget-Projekten und intelligente Digitalisierung behandelt werden.
Die Iabse will auch die Zusammenarbeit von Berufsgruppen bei Katastrophen oder regionalen Erfordernissen fördern und dabei die Sichtweise des Bauwesens unterstützen. Valenzuela möchte den Bekanntheitsgrad dieser Vereinigung erhöhen, damit sie einen Beitrag sowohl zur akademischen Welt als auch zur Entwicklung der Berufspraxis des Hoch- und Brückenbaus in Chile leisten kann.