Der polnische Priester Edward, 51, hat sich mit seiner Ankunft in Chile am 22. Januar seinen Traum von einer Missionsreise nach Südamerika erfüllt. Mit 25 Jahren Erfahrung wählte Edward Chile wegen des milden Klimas und seiner schnellen Anpassung an die neuen Bedingungen.
Im Rahmen eines Vorvertrags zwischen der polnischen Diözese und der Diözese Valparaíso plant Edward, für die nächsten 5 Jahre in Chile zu bleiben. Er wohnt derzeit in einer Pfarrei in Viña del Mar, wo er in 3 Kirchen und 6 Kapellen assistiert.
Trotz seiner großen Erfahrung steht Edward vor sprachlichen Herausforderungen, da er im Februar an einem Spanisch-Intensivkurs teilnimmt, der sich auf die Grammatik und die Kenntnis der chilenischen Kultur konzentriert. "Es ist eine Tatsache, dass die Chilenen sehr schnell sprechen und viele Wörter verwenden, die sogenannten chilenismos, die ich in Europa nicht gelernt habe", sagt der Priester.
Edward plant, Anfang März seinen pastoralen Dienst an der PUCV anzutreten und im August als zugelassener Doktor der Theologie an der Theologischen Fakultät zu lehren.
Trotz des herzlichen Empfangs und der Begeisterung über seine Ankunft steht Edward im Schatten der jüngsten Tragödie, die Chile heimgesucht hat. Brände haben mehr als 130 Menschen das Leben gekostet und über 1.600 Häuser zerstört, darunter auch eine Kirche, in der er kürzlich die Eucharistie gefeiert hat. Durch seine aktive Beteiligung an der Organisation von Nahrungsmittelhilfe für die Betroffenen unterstreicht Edward die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Chilenen in Zeiten des Unglücks.
Edwards Engagement für seinen pastoralen Auftrag in Chile spiegelt seine Hingabe an den Dienst am Nächsten und seine Bereitschaft wider, sich auf die Herausforderungen in seinem neuen Dienstland einzustellen.